Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 182: Frankfurt am Main I (Hessen)
Zimmer, Prof. Dr. Matthias Rainer
CDU
5 Fragen beantwortet
 

seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Frankfurt/Main I

seit 2010 stellv. Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

seit 2011 stellv. Vorsitzender der Bundestags-Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität"

seit April 2011 Vorsitzender der CDA-Hessen

seit Mai 2011 stellv. Bundesvorsitzender der CDA

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?

Damals wenig, weil ich mit der DDR keine Berührungspunke hatte. Heute verstehe ich den Satz, dass wir zu unserem Glück vereint sind.

Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?

Ich denke es gibt heute schon eine großartige Normalität, die ich vor 25 Jahren nie für möglich gehalten habe. Und warum soll sich die Politik in Dinge einmischen, die die Menschen selbst schon sehr gut machen?

Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?

Warum nicht? Dann sollen aber auch bitte die Kirchen initiativ werden.

Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?

Wir sind keine multikulturelle Gesellschaft in der viele Kulturen unverbunden nebeneinander stehen. Wir haben eine Leitkultur, die aus der jüdisch-christlichen Tradition stammt. Die bin ich nicht bereit aufzugeben.

 

Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?

Viele schwierige Fragen. Deutsche Identität ist im 20. Jahrhundert durch die Erfahrung zweier Diktaturen deformiert worden. Verzeihen können nur die Opfer, versöhnen können sich nur Opfer mit Tätern. Das kann man nicht an Jubiläen festmachen.