Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 79: Berlin-Steglitz-Zehlendorf (Berlin)
Wellmann, Karl-Georg Ernst Gottlob
CDU
5 Fragen beantwortet
 

stellvertretender außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Obmann der AG Auswärtiges der CDU/CSU-Fraktion und ordentliches Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE (OSZE-PV). Des Weiteren ist Wellmann stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union, stellvertretendes Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, stellvertretendes Mitglied der interparlamentarischen Union und Mitglied des Ältestenrates (Bau-/Raumkommission).

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?

Die Deutsche Einheit war für mich einer der größten Glücksfälle in der Deutschen Geschichte. Der Fall der Mauer hat nicht nur Deutschland sondern ganz Europa Frieden und wachsenden Wohlstand gebracht. Heute gilt es, auch vor dem Hintergrund der Eurokrise, den Menschen die Bedeutung der europäischen Einigung in Erinnerung zu bringen.

Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?

Die Schaffung vergleichbarer Lebensbedingungen in Ost- und Westdeutschland bliebt ein zentrales Ziel der Politik. Eines der größten Probleme in der kommenden Jahrzehnten wird der demographische Wandel sein, der sich in Ostdeutschland noch schneller und deutlicher bemerkbar macht als im Westen der Republik. Hieraus ergeben sich zahlreiche Herausforderungen im Hinblick auf die Bereitstellung von Infrastruktur und ärztlicher Versorgung.

Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?

Ich kann mir eine Aufwertung dieses Tages in dem von Ihnen vorgeschlagenen Sinne gut vorstellen.

 

Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?

Die jüdisch-christlichen Werte sind ein wesentlicher Grundbaustein unserer Gesellschaft. Unser Grundgesetz ist von jüdisch-christlichen Werten geprägt. Auch in unserer Gesellschaft haben Sie nach wie vor Bedeutung. Sie können den Menschen als Richtschnur für Ihr Handeln dienen. Als Abgeordneter der CDU fühle ich mich diesen Werten sehr verbunden.

 

Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?
Natürlich gehört zum Zusammenwachsen auch eine Kultur des Versöhnens und des Vergebens. Allerdings darf dies nicht dazu führen, dass die Verbrechen des DDR-Regimes vergessen werden und keine strafrechtliche Ahndung stattfindet. Eine Versöhnung kann nur einhergehen mit einer Aufarbeitung der Vergangenheit. Die 25-Jahr Feiern sollten beides miteinander verbinden: Freunde über die Wiedervereinigung unseres Landes aber auch Gedenken an die, die in Ostdeutschland für Ihre Freiheit gekämpft haben und dafür von der DDR-Regierung verfolgt wurden.