Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 132: Bielefeld – Gütersloh II (Nordrhein-Westfalen)
Strothmann, Lena
CDU
5 Fragen beantwortet
 

Wahlkreis Bielefeld

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?
Für mich ist der Tag der Deutschen Einheit der wichtigste Tag unserer jüngeren Geschichte. Wir Deutschen sind ein Volk, wir gehören zusammen. Dass wir es mit Hilfe unserer Partner in der Welt geschafft haben, die jahrzehntelange Trennung zu überwinden, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?
Wir sind in den letzten Jahren schon ein gutes Stück zusammengewachsen. An einigen Stellen hapert es aber noch. Trotz einiger Schritte in die richtige Richtung ist das Renten- und Lohnniveau in den neuen Bundesländern noch immer niedriger als in den alten. Das Ziel der schrittweisen Angleichung müssen wir weiter verfolgen. Als Wirtschaftspolitikerin achte ich dabei besonders darauf, dass auch im Osten gute Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln entstehen.
Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?
Vielerorts wird der Tag der Deutschen Einheit groß gefeiert. Bei uns in Bielefeld richtet der CDU-Kreisverband z. B. jedes Jahr einen eigenen Festakt aus. Zusätzlich findet jedes Jahr eine zentrale Feier in der Hauptstadt des Landes des Bundesratsvorsitzes statt. Das ist schon eine ganze Menge, aber wir können sicherlich noch mehr. Ich würde es begrüßen, wenn jede Kommune deutschlandweit eine öffentliche Feier abhalten und diese auch entsprechend bewerben würde. Eine Beteiligung der Kirchen halte ich dabei für wünschenswert, bei der Wahl des Mottos würde ich den Veranstaltern aber freie Hand lassen wollen.
Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?
Wir in der CDU leiten aus unserem christlichen Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott unsere Grundwerte Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit ab. An diesem Wertefundament gibt es nichts zu rütteln. Unsere wichtigste politische Aufgabe ist es deswegen, unseren christlichen Kompass immer wieder an der gesellschaftlichen Gegenwart auszurichten, z. Projekt Bundestagswahl 2013, Deutsche Einheit, Fragenkatalog Wählerinitiative der Projektgruppe 3. Oktober.
Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?
Die DDR war ein Unrechtsstaat, das dürfen wir gerade aus unserer Verantwortung den Opfern gegenüber nie vergessen. Stigmatisierungen sind aber auch oft fehl am Platz. Ich bin der Ansicht, dass das Verzeihen und Versöhnen im Alltag beginnen muss. Die Menschen aus Ost und West müssen sich im täglichen Leben vorurteilsfrei begegnen und die Geschichtswege des anderen respektieren, auch abseits der Feierlichkeiten. Vielleicht kann das 25. Jubiläum dies noch einmal besonders in Erinnerung rufen.