Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 251: Würzburg (Bayern)
Spatz, Joachim
FDP
5 Fragen beantwortet
 

Europapolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion - Mitglied des Verteidigungsausschusses  -  Mitglied des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union  -  Vorsitzender des Unterausschusses „Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit“

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?
Der Fall der Mauer bedeutet für mich persönlich die Befreiung Osteuropas von Diktatur und menschenverachtendem System. Die Deutsche Einheit ist die Konsequenz der selbsterkämpften Befreiung der Menschen im östlichen Teil Deutschlands und die Erfüllung eines Verfassungsauftrages
Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?
Die Hauptaufgabe liegt in der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in einigen noch nicht so entwickelten Regionen Ostdeutschlands. Durch weiterhin gute Wirtschaftsentwicklung in Gesamtdeutschland und durch gezielte Förderinstrumente von Länder und EU wollen wir den wirtschaftlichen Wachstumsprozess in den neuen Ländern stärken
Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?

Der 3. Oktober wird offiziellerseits von der staatlichen Ebene durch eine zentrale Feier bereits jetzt in würdiger Weise begangen. Natürlich würde ich mich über jede weitere Initiative freuen, die diesen Tag weiter „zu den Menschen trägt“.

Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?

Für mich persönlich spielen diese Werte eine sehr wichtige Rolle in meiner Politik (allerdings würde ich die Sonntagsruhe nicht als Wert bezeichnen.)

Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?

Staatlicherseits ist die  Kultur des Gedenkens geboten. Verzeihung und Versöhnung ist die ureigenste Angelegenheit der Opfer. Dies als Ziel vorzugeben wäre nicht angemessen. Offenheit und lückenlose Aufklärung des Geschehenen ist dabei sicher ein wichtiger und unerlässlicher Beitrag. Die 25-Jahr-Feiern können gerade dazu einen wichtigen Beitrag der Aufarbeitung leisten.