Wahlkreis 233: Regensburg (Bayern)
Söllner, Karl
SPD
5 Fragen beantwortet
Frage 1:
Wie bewerten Sie die Aussage: Deutschland hat aus der Geschichte heraus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel?
Frage 2:
Deutschland hat sich aus der sogenannten „Durban II“-Konferenz im April 2009 in Genf zurückgezogen – aus Sorge heraus, dass diese Konferenz zum Beispiel von Irans Präsident Achmadinedschad zu antisemitischer Hetze missbraucht werden könnte. Wie beurteilen Sie die Entscheidung Deutschlands?
Als Erst-Kandidat kenne ich dazu keine Details.
Frage 3:
Welche Maßnahmen ziehen Sie in Erwägung angesichts der potenziellen atomaren Bedrohung Israels durch den Iran und angesichts der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Irans ist?
Ich glaube, dass Deutschland mit beiden Ländern intensiv reden muss, um auch Einfluss auf das Iranische Regime zu bekommen. Die Abstimmung innerhalb der EU ist nicht einfach dazu. Grundsätzlich bin ich für Erneuerbare Energien und dafür, dass Atomwaffen und Atomkraftwerke abgeschafft werden müssen und zwar sehr rasch. Das hilft Auseinandersetzungen/Kriege über Energie zu reduzieren und es bleibt mehr Spielraum für mehr Frieden. Gleichzeit wäre ein offener Dialog zwischen den abrahamischen Religionen Judentum, Christentum und Islam über die vielen Gemeinsamkeiten in ihren Religionen dringendst geboten.
Frage 4:
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?
Der Terror der Hamas ist abzulehnen. Aber das ist auf Dauer zu wenig. Auch hier gilt das unter 3 Geschriebene.
Frage 5:
Zum Anliegen der Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Welche Erfahrungen haben Sie persönlich gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie – auch für das konkrete Engagement von Bürgern in Ihrem Wahlkreis?
Ich hatte 1991 einen sehr interessanten und intensiven Kibutzurlaub in Israel. Er war in jeder Hinsicht lehrreich. In meinem Wahlkreis kenne ich keinen Juden persönlich, so dass ich auch wenig Engagement in meinem Wahlkreis bisher gezeigt habe.