Wahlkreis 134: Herford – Minden-Lübbecke II (Nordrhein-Westfalen)
Schwartze, Stefan
SPD
5 Fragen beantwortet
Frage 1:
Wie bewerten Sie die Aussage: Deutschland hat aus der Geschichte heraus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel?
Deutschland hat insbesondere vor dem Hintergrund des Holocaust gegenüber Israel eine besondere Verantwortung.
Eine friedliche Regelung des Nahostkonflikts ist die beste Sicherheitsgarantie für Israel. Ich befürworte deshalb einen Frieden im Nahen Osten auf Grundlage einer Zweistaatenlösung.
Frage 2:
Deutschland hat sich aus der sogenannten „Durban II“-Konferenz im April 2009 in Genf zurückgezogen – aus Sorge heraus, dass diese Konferenz zum Beispiel von Irans Präsident Achmadinedschad zu antisemitischer Hetze missbraucht werden könnte. Wie beurteilen Sie die Entscheidung Deutschlands?
Nachdem die Vorverhandlungen gescheitert waren, war die Absage der Bundesrepublik Deutschland konsequent.
Das Ziel der Vereinten Nationen, Rassismus zu bekämpfen, ist dadurch nicht in Frage gestellt. Ich unterstütze dieses Ziel voll und ganz.
Frage 3:
Welche Maßnahmen ziehen Sie in Erwägung angesichts der potenziellen atomaren Bedrohung Israels durch den Iran und angesichts der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Irans ist?
Unabhängig davon, dass Deutschland neben Frankreich und Italien zu den wichtigen Handelspartnern des Iran gehört, ist es das strategische Ziel unserer auch international koordinierten Politik zu verhindern, dass der Iran Kernwaffenstaat wird. Für den Fall, dass der Iran die ihm vom Sicherheitsrat der UNO gegebene Frist zur Kooperation nicht nutzt, werden weitere Sanktionen ins Auge gefasst werden müssen.
Frage 4:
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?
Die Hamas wird nicht umhin kommen, von ihren radikalen Positionen Abstand zu nehmen.
Die Anerkennung des Existenzrechts Israels, der Verzicht auf Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung und das Bekenntnis zu den bestehenden Abkommen sind Voraussetzung für eine dauerhafte israelisch-palästinensische Verständigung.
Frage 5:
Zum Anliegen der Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Welche Erfahrungen haben Sie persönlich gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie – auch für das konkrete Engagement von Bürgern in Ihrem Wahlkreis?
Sobald ich die Gelegenheit dazu haben werde, würde ich mir gern ein Bild von der Lage vor Ort machen.
Ich empfehle, dass über die Bedrohung Israels und über eine notwendige Friedenslösung in öffentlichen Veranstaltungen umfassend informiert wird.