Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 111: Viersen (Nordrhein-Westfalen)
Schummer, Uwe
CDU
5 Fragen beantwortet
 

Er ist seit 2009 Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Bildung und Forschung und seit 2005 stellvertretender Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Wahlkreis Viersen

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?

Der Fall der Mauer war eine Erlösung des europäischen Kontinents vom Sowjetkommunismus. Die Deutsche Einheit konnte durch die erfolgreiche Revolution der Ostdeutschen gegen die SED erreicht werden. Ein großes Glück für Europa und ein großes Glück für Deutschland.

Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?

Eine weitere Stärkung der demokratischen Kultur in unserem Land und damit einhergehend eine tiefe Einigung der Europäischen Union, zu deren Herzstück Deutschland gehört. Dies sehe ich als ein gemeinsames Projekt von Ost- und Westdeutschen. Dafür unterstütze ich die Euro-Stabilisierung mit den daraus folgenden politischen Konsequenzen.

Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?

Die Idee finde ich gut. Ergänzend sollte aber auch der 17. Juni 1953 zu einem Gedenktag der europäischen Freiheitsbewegung aus der Erinnerungsreserve der Deutschen hervorgeholt werden.

Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?

Die jüdisch-christlichen Werte sind die Grundlage einer europäischen Leitkultur, wie sie auch im Grundgesetz der Deutschen verankert wurde. Sie können auch eine multikulturelle Gesellschaft positiv prägen, da sie sich an alle Menschen richtet, die guten Willens sind.

Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?

Verzeihen ist dann möglich, wenn die Täter ihr Unrecht eingestanden haben und um Verzeihung bitten.