Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

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Wahlkreis 65: Cottbus – Spree-Neiße (Brandenburg)
Reiche, Steffen
SPD
5 Fragen beantwortet
 
Frage 1:
Wie bewerten Sie die Aussage: Deutschland hat aus der Geschichte heraus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel?

Ja. Durch die Leidensgeschichte der Juden, welche im Jahr 1933 ihren Höhepunkt fand, haben sich die Deutschen eine unendliche Schuld aufgeladen. Mit der Gründung des Staates Israel fanden die Juden eine Heimat, die sie vor Vertreibung, Ausgrenzung und Exil beschützt und all dem ein Ende setzen soll.

Frage 2:
Deutschland hat sich aus der sogenannten „Durban II“-Konferenz im April 2009 in Genf zurückgezogen – aus Sorge heraus, dass diese Konferenz zum Beispiel von Irans Präsident Achmadinedschad zu antisemitischer Hetze missbraucht werden könnte. Wie beurteilen Sie die Entscheidung Deutschlands?

Mit diesem Fernbleiben von der Konferenz hat Deutschland ein Signal gesetzt, dass Deutschland antisemitischen Stellungnahmen und die Leugnung des Holocausts nicht duldet.

Trotzdem ist es wichtig den Dialog mit den Nationen und Staatsoberhäuptern zu suchen, um in Zukunft eine friedliche Zusammenarbeit ohne Vorurteile und Diskriminierung zu erreichen.

Frage 3:
Welche Maßnahmen ziehen Sie in Erwägung angesichts der potenziellen atomaren Bedrohung Israels durch den Iran und angesichts der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Irans ist?

Falls es zu einer atomaren Bedrohung Israels durch den Iran kommen sollte werde ich mich für einen konsequenten Wirtschaftsboykott einsetzen, der alle Handelsbeziehungen Deutschlands mit dem Iran stoppt.

Frage 4:
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?

Es darf zu keinen Verhandlungen mit Terroristen, wie den Hamas, kommen.

Frage 5:
Zum Anliegen der Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Welche Erfahrungen haben Sie persönlich gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie – auch für das konkrete Engagement von Bürgern in Ihrem Wahlkreis?

Ich bin selber Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und war früherer Vorsitzender.

Man muss für Israel werben, Verständnis und Interesse wecken und das Bewusstsein für die deutsch-israelische Geschichte stärken.

Ich empfehle verschiedene Veranstaltungen des DIG zu besuchen.

Am 12. September findet die "Kundgebung gegen den Al Quds-Tag" in der Knesebeckstr./Ecke Kurfürstendamm in Berlin statt.

 
 
 
 

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