Diese Aussage behält weiterhin ihre Gültigkeit und gehört zur Staatsräson der Bundesrepublik. Israel und Deutschland sind heute eng miteinander verbunden. Viele Freundschaften haben sich entwickelt. Dies hindert uns allerdings nicht daran, mit er israelische Regierung auch ein offenes Wort zu reden, wenn wir deren Entscheidungen oder Maßnahmen im Einzelfall für falsch halten.
Die Befürchtung, dass der iranische Staatspräsident das Forum der genannten Staatenkonferenz missbrauchen würde, hat sich im nachhinein bestätigt. Deutschland hat gut daran getan, ihm dieses Forum nicht zu bieten. Bedauerlich bleibt, dass die Staaten der Europäischen Union sich im Vorfeld nicht auf eine einheitliche Haltung verständigen konnten.
Die Sechsergruppe der Ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen plus Deutschland drohen dem Iran mit weiteren Sanktionen für den Fall, dass Iran nicht zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der IAEO zurückkehrt. Die traditionell guten deutsch-iranischen Handelsbeziehungen haben sich in den letzten Monaten und Jahren drastisch verschlechtert, leider allzu oft zur Freude unserer europäischen und fernöstlichen Konkurrenten. Wenn Sanktionen überhaupt einen Sinn haben, dann nur wenn sie allgemein eingehalten werden.
Wir können und wollen der israelischen Regierung keine Vorschriften machen, mit wem und in welcher Weise sie verhandelt. Auch wir sehen in der Hamas eine terroristische Vereinigung. Allerdings ist es eine Tatsache, dass sie den Gazastreifen unter ihre Kontrolle gebracht hat und auch das militärische Eingreifen Israels daran nichts geändert hat.
Ich habe Israel schon mehrmals besucht und finde es eindrucksvoll, dass wir trotz der belastenden Vergangenheit eine enge Partnerschaft zwischen unseren Ländern aufbauen konnten und ich persönliche Freundschaften mit Israelis erfahren konnte. Ich empfehle, Israel mit einer der vielen Organisationen in Deutschland, die Beziehungen mit Israel pflegen, zu besuchen.
Ergebnisse
der Befragungen