Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 199: Ahrweiler (Rheinland-Pfalz)
Nahles, Andrea
SPD
5 Fragen beantwortet
 

  • Seit 2008 Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion
  • Seit 2009 SPD-Generalsekretärin
  • Frage 1:
    Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?

    Es war ein sehr bewegender Moment, der bis in die Tiefen der Eifel die Menschen bewegt hat.

    Frage 2:
    Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?

    Wir wollen die ökonomische und soziale Schieflage zwischen Ost und West durch eine solidarische Politik (Mindestlohn, Solidarrente)überwinden.

    Gleichzeitig gilt:In Zukunft muss es stärker darum gehen, Infrastrukturmittel bundesweit nach Bedürftigkeit zu verteilen. Gute Entwicklungschancen richten sich nicht nach Himmelsrichtung.

    Frage 3:
    Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?

    Die Art, wie der 3.10. gefeiert wird, ist sehr ausgewogen, die Beteiligung der Kirchen ist selbstverständlich.

    Eine Aufwertung sollte aber dahingehend passieren, dass die politische Bildungsarbeit (Aufklärung in Schulen und in Jugendeinrichtungen)gestärkt wird.

     

    Frage 4:
    Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?

    Sie sind die Fundamente, auf dem unsere Republik gegründet wurde und so aktuell wie nie zuvor.

    Sie manifestieren sich in unserem Grundgesetz und dieses ist bindend für alle Menschen, die in unserem Land leben.

     

    Frage 5:
    Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?

    Verzeihen und Versöhnen sind Grundpfeiler des christlichen Glaubens, wie ich ihn lebe. Brücken schlagen und nicht einreißen, darauf kommt es an.