Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 7: Pinneberg (Schleswig-Holstein)
Möhring, Cornelia Ilse
DIE LINKE
5 Fragen beantwortet
 

Stellvertretene Fraktionsvorsitzende

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?

Dass die Mauer im November 89 so schnell fiel, war für mich überraschend. Dass dies alles friedlich ablief, halte ich auch heute noch für eine große Leistung der DDR-Bevölkerung. Und die deutsche Einheit war eine logische Konsequenz dieser Entwicklung. Zwar hätte ich sie mir – wie viele andere auch - in der konkreten Gestaltung anders vorgestellt: gleichberechtigter und nicht als Anschluss der DDR an die Bundesrepublik. In der Eile, in der die Einheit vorangetrieben wurde, wurden schwere Fehler gemacht, die wir noch heute spüren. Aber das alles ändert nichts an der Bedeutung von Mauerfall und Einheit.

Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?

Wir müssen endlich erreichen, dass die Menschen in gleicher Arbeitszeit für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn in Ost und West beziehen. Im Osten bezieht man zur Zeit durchschnittlich 83 % des Lohnes, der im Westen bezahlt wird. Und das bei annähernd gleichen Lebenshaltungskosten. Außerdem fordert meine Partei seit langem, dass es für die gleiche Lebensleistung endlich die gleiche Rente gibt. Ferner wünsche ich mir mehr Respekt vor ostdeutschen Biographien. Meiner politischen Verantwortung versuche ich dadurch gerecht zu werden, dass ich für diese Ziele streite. Es muss aber durch mehr Steuergerechtigkeit zur Finanzierung von Entwicklungen in sämtlichen strukturschwachen Regionen kommen, nicht nur im Osten, sondern ebenso im Westen, wie zum Beispiel in „meinem“ Bundesland Schleswig-Holstein.

Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?
Siehe die zentrale Antwort der Linken
Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?
Siehe die zentrale Antwort der Linken
Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?
Siehe die zentrale Antwort der Linken