Durch die Erinnerung an die Shoa sind und bleiben Deutschland und Israel auf besondere Weise verbunden. Deutschland muss sich zu seiner immerwährenden Verantwortung für die moralische Katastrophe in seiner Geschichte und zur gemeinsamen Wertepartnerschaft mit Israel bekennen. Wir müssen die Erinnerung an die Shoa wach halten und dürfen nicht zulassen, dass Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland wieder Fuß fassen.
Die Bundesregierung hat lange Zeit versucht, in Verhandlungen sicher zu stellen, dass die "Durban II"-Konferenz nicht zum Forum von antisemitischer Hetze missbraucht wird. Dieser Versuch war richtig, weil Deutschland die Vereinten Nationen und ihre Ideale unterstützt. Als dieser Versuch scheiterte, zog sich Deutschland zu Recht von dieser Veranstaltung zurück. Der unsägliche Auftritt des iranischen Präsidenten hat meiner Meinung nach gezeigt, dass die Entscheidung der Bundesregierung richtig war.
Die besondere historische Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels ist Teil der Staatsräson unseres Landes und muss es auch bleiben. Aus diesem Grund darf die Sicherheit Israels, wie bisher, für eine deutsche Bundesregierung niemals verhandelbar sein. Deutschland setzt gemeinsam mit seinen Partnern im Konflikt der internationalen Staatengemeinschaft mit dem Iran auf eine diplomatische Lösung. Die Bundesregierung muss sich dabei, wenn der Iran nicht einlenkt, weiter entschieden für Sanktionen einsetzen, auch wenn Deutschland dabei kurzfristig auf wirtschaftliche Vorteile verzichten müsste.
Unser Ziel ist, dass die Hamas dem Beispiel der Fatah folgt und das Existenzrechts Israels anerkennt, auf Gewalt und Terror verzichtet sowie die bestehenden Verträge und Abkommen anerkennt. Solange die Hamas diese Bedingungen des Nahost-Quartetts (EU, UN, USA und Russland) nicht erfüllt, kann die Hamas kein Gesprächspartner für uns sein.
Ich selbst habe Israel besucht und finde es eindrucksvoll, dass trotz der belastenden Vergangenheit eine enge Partnerschaft zwischen Deutschland und Israel entstanden ist und ich persönliche Freundschaften mit Israelis erfahren konnte. Ich empfehle, Israel mit einer der vielen Organisationen in Deutschland, die Beziehungen mit Israel pflegen, zu besuchen.
Ergebnisse
der Befragungen