Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 65: Cottbus – Spree-Neiße (Brandenburg)
Laurischk, Mario Michael
CDU
5 Fragen beantwortet
 
Frage 1:
Wie bewerten Sie die Aussage: Deutschland hat aus der Geschichte heraus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel?

Diese Aussage steht außer Frage. Deutschland hat aufgrund seiner Geschichte eine immerwährende große Verantwortung gegenüber dem Staat Israel und seinen Menschen. Deutschland steht fest an der Seite Israels. Nach meiner persönlichen Meinung sollte mittelfristig auch über eine Aufnahme Israels in die Nato sowie eine privilegierte EU-Partnerschaft nachgedacht werden.

Frage 2:
Deutschland hat sich aus der sogenannten „Durban II“-Konferenz im April 2009 in Genf zurückgezogen – aus Sorge heraus, dass diese Konferenz zum Beispiel von Irans Präsident Achmadinedschad zu antisemitischer Hetze missbraucht werden könnte. Wie beurteilen Sie die Entscheidung Deutschlands?

Meiner Meinung nach war diese Entscheidung richtig. Eine derartige Konferenz setzt ein Mindestmaß an Vernunft und Konsensbereitschaft aller Beteiligten voraus. Fehlt es hieran, sind ohnehin keine konstruktiven Ergebnisse zu erwarten. Deutschland hat mit der gebotenen Sensibilität gehandelt und ein antisemitisches Forum verhindert. Dies war die einzig mögliche Reaktion; allen Bestrebungen, den Antisemitismus salonfähig zu machen, muss entschieden entgegengetreten werden.

Frage 3:
Welche Maßnahmen ziehen Sie in Erwägung angesichts der potenziellen atomaren Bedrohung Israels durch den Iran und angesichts der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Irans ist?

Gegenüber dem Iran sind weitreichende wirtschaftliche Sanktionen geboten. Es kann keine wirtschaftliche Unterstützung des Iran geben, solange diese erhebliche Gefahr nicht ausgeräumt ist.

Frage 4:
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?

Auf der einen Seite ist die Hamas militärisch zu bekämpfen. Auf der anderen Seite sollte aber auch an den Ursachen gearbeitet werden, aus denen die radikalen Einstellungen erwachsen. Wenn man nicht mehr zusammenleben kann, so sollte man sich trennen - vielleicht kann ein eigener Palästinenserstaat zu einer nachhaltigen Beruhigung führen und der Hamas den Nährboden entziehen.

Frage 5:
Zum Anliegen der Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Welche Erfahrungen haben Sie persönlich gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie – auch für das konkrete Engagement von Bürgern in Ihrem Wahlkreis?

Ich persönlich habe eine tiefe Verbundenheit zum Staate Israel und seinen Menschen. Im Jahre 1995 war es mir als Abiturient vergönnt, an einem Schüleraustauschprojekt teilzunehmen, in dessen Rahmen 15 israelische Schüler (sowohl jüdischen, als auch moslemischen Glaubens) Cottbus besuchten und bei uns wohnten. Im Gegenzug fuhren wir, 15 Cottbuser Schüler, einige Wochen später nach Tel Aviv beziehungsweise Jaffa. Die Unvoreingenommenheit und Freundschaft innerhalb der gesamten Gruppe hat mich sehr berührt, ebenso wie die Schönheit des Landes und die Lebensart der Menschen.

Jeder Schüler sollte die Möglichkeit haben, an solchen Projekten teilzunehmen, was auch in meinem Wahlkreis jedenfalls zu unterstützen ist.

 
 
 
 

Ergebnisse

der Befragungen