Wahlkreis 153: Leipzig I (Sachsen)
Kudla, Bettina Irene
CDU
5 Fragen beantwortet
Stiftungsrat Kulturstiftung zu Leipzig, Kuratorium des ifo Institutes München, kommunalpolitische Vereinigung
Frage 1:
Wie bewerten Sie die Aussage: Deutschland hat aus der Geschichte heraus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel?
Die Aussage ist richtig. Heute leben in beiden Ländern die Nachkommen der Kriegsgeneration. Insofern sollte die Zukunft von Israel und Deutschland im Vordergrund guter und besonders freundschaftlicher Beziehungen stehen.
Frage 2:
Deutschland hat sich aus der sogenannten „Durban II“-Konferenz im April 2009 in Genf zurückgezogen – aus Sorge heraus, dass diese Konferenz zum Beispiel von Irans Präsident Achmadinedschad zu antisemitischer Hetze missbraucht werden könnte. Wie beurteilen Sie die Entscheidung Deutschlands?
Die Entscheidung ist richtig und konsequent.
Frage 3:
Welche Maßnahmen ziehen Sie in Erwägung angesichts der potenziellen atomaren Bedrohung Israels durch den Iran und angesichts der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Irans ist?
Die Sicherheit Israels und auch die Sicherheit anderer Länder vor jeglicher atomarer Bedrohung hat Vorrang vor Handelsinteressen.
Frage 4:
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?
Terroristen sind keine angemessenen Verhandlungs- und Gesprächspartner.
Frage 5:
Zum Anliegen der Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Welche Erfahrungen haben Sie persönlich gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie – auch für das konkrete Engagement von Bürgern in Ihrem Wahlkreis?
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit deutsch-israelischen Beziehungen gemacht, wie zum Beispiel zahlreiche Veranstaltungen anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Gründung des Staates Israel im Jahre 2008 gezeigt haben. Im Mai 2009 wurde in Leipzig im Beisein der Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland ein jüdisches Gemeinde- und Begegnungszentrum eröffnet. Eines meiner Ziele ist, dabei mitzuwirken, dass dieses Begegnungszentrum mit Leben gefüllt wird. Darüber hinaus möchte ich mich für eine weitere positive Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen engagieren.