Deutschland hat insbesondere vor dem Hintergrund des Holocaust gegenüber Israel eine besondere Verantwortung. Das Existenzrecht Israels ist für mich nicht verhandelbar.
Eine friedliche Regelung des Nahostkonflikts ist die beste Sicherheitsgarantie für Israel. Wir treten deshalb mit Nachdruck für einen Frieden im Nahen Osten auf Grundlage einer Zweistaatenlösung ein.
Die SPD hat die intensiven Bemühungen der Bundesregierung für ein Gelingen der Durban II-Konferenz unterstützt. Nach dem Scheitern der Vorverhandlungen war die Absage der Bundesrepublik Deutschland konsequent. Das Grundanliegen der Vereinten Nationen, Rassismus zu bekämpfen, findet unabhängig von der Absage selbstverständlich unsere volle Unterstützung.
Unabhängig davon, dass Deutschland neben Frankreich und Italien zu den wichtigen Handelspartnern des Iran gehört, ist es das strategische Ziel unserer auch international koordinierten Politik zu verhindern, dass der Iran Atomwaffen erlangt. Für den Fall, dass der Iran die ihm vom Sicherheitsrat der UNO gegebene Frist zur Kooperation nicht nutzt, werden weitere Sanktionen ins Auge gefasst werden müssen. Eine militärische Option halte ich nicht für sinnvoll.
Die Gegnerschaft zwischen Hamas und Fatah innerhalb des palästinensischen Lagers ist ein wesentliches Hemmnis auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten. Seit einigen Wochen bemühen sich beide Seiten um eine Annäherung. Hamas wird dabei nicht umhin kommen, von ihren radikalen Positionen Abstand zu nehmen. Die Anerkennung des Existenzrechts Israels, der Verzicht auf Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung und das Bekenntnis zu den bestehenden Abkommen sind Voraussetzung für eine dauerhafte israelisch-palästinensische Verständigung.
Ich unterstütze die Bemühungen der Bundesregierung, die regionalen Partner davon zu überzeugen, mäßigend auf die Hamas einzuwirken. Hierbei wird es u. a. auch darauf ankommen, Syrien mehr als bisher in diesen Prozess einzubeziehen.
Deutsch-israelische Beziehungen finden nicht nur auf Regierungsebene statt. Sie leben von der Beteiligung von Menschen, die Interesse am jeweilig anderen Land haben. Ich unterstütze Jugendliche, die in verschiedenen Programmen einen Freiwilligendienst verrichten. Mit dem Willy-Brandt-Zentrum in Jerusalem weiß ich, dass viele engagierte Sozialdemokraten in Israel für Frieden aktiv sind, darunter auch junge Menschen aus meinem Wahlkreis.
Ein wichtiger Punkt für mich ist der Kampf gegen Rassismus, der meiner Meinung nach wichtig ist für das bilaterale Verhältnis. Ich engagiere mich im Kampf gegen rechts. Als Kandidat mit ausländisch klingendem Namen weiß ich, wie wichtig dies ist.
Ergebnisse
der Befragungen