Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 275: Mannheim (Baden-Württemberg)
Jüttner, Dr. Egon
CDU
5 Fragen beantwortet
 

Mitglied des Deutschen Bundestages

Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe; stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses Vereinte Nationen, Internationale Organisationen und Globalisierung des Auswärtigen Ausschusses; stellvertretendes Mitglied im Unterausschuss Gesundheit in Entwicklungsländern des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; stellvertretendes Mitglied im Unterausschuss Abrüstung und Rüstungskontrolle des Auswärtigen Ausschusses; Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpoilitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion; stellvertretender Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion;

 

Mitglied im Arbeitskreis Lateinamerika der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Mitglied im Arbeitskreis Afrika der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?

Der Fall der Mauer bedeutet für mich das größte Glück, das unsere Nation in ihrer Geschichte erfahren hat: Durch die friedliche Revolution von 1989, insbesondere durch die Initiative mutiger Bürger, siegte der Wunsch nach Freiheit und öffnete den Weg zur Deutschen Einheit und dem vereinten, freien und demokratischen Land, in dem wir heute leben.

Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?
Die deutsche Einheit ist eine Erfolgsgeschichte, auch wenn es noch vieles zu tun gibt, um die Hinterlassenschaften der Teilung zu überwinden. Ich unterstütze, dass der Aufbau Ost weiter gefördert wird, um gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen. Es muss weiterhin Solidarität untereinander bestehen. Doch sicherlich darf die Einheit nicht verkürzt werden auf ökonomische Fragen. Sie ist ein vielfältiger zwischenmenschlicher Prozess mit gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Facetten. Essenziell sind die gelebten Kontakte zwischen Ost und West – nur so kann eine gemeinsame Zukunft gestaltet werden, in der die nachwachsenden Generationen keine Unterschiede mehr wahrnehmen.
Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?

Der 3. Oktober als Nationalfeiertag ist ein wichtiges Datum um uns alljährlich die glücklichen Ereignisse der deutschen Wiedervereinigung in Erinnerung zu rufen und gleichzeitig, in die Zukunft blickend, die gesellschaftliche Einheit und unsere gemeinsame kulturelle Identität zu pflegen und zu festigen.  Neben der stattfindenden großen zentralen Veranstaltung, begrüße ich sehr, den feierlichen Anlass durch weitere Veranstaltungen zu bereichern. Öffentliche Veranstaltungen unter Beteiligung der Kirchen mit dem Motto „Danken, Feiern, Beten“, unterstütze ich.

Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?

Christliche Werte prägen unsere Kultur und geben eine wichtige Orientierungshilfe bei der politischen Meinungsbildung und der Entscheidungsfindung. Selbstverständlich ist jedoch auch der Respekt vor anderen Glaubensrichtungen. Es ist wichtig, allzeit, in einer sich verändernden, globalisierten Welt, den Dialog zu suchen und gemeinsame Lösungen zu finden. Ich bin ein überzeugter Vertreter der genannten zentralen Aspekte christlicher Werte – diese stellen die Basis meines politischen Handelns dar.  

Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?

„Verzeihen“ und „Versöhnung“ sind zentrale Elemente des Christentums und auch Basis eines friedvollen und respektvollen gesellschaftlichen Zusammenlebens. Es ist wichtig, dass geschehenes Unrecht anerkannt und wieder gut gemacht wird, dass eine gesamtgesellschaftliche Reflektion darüber stattfindet und durch Erinnerungen an die Geschehnisse verhindert wird, dass sich das Unrecht in der Zukunft jemals wiederholen kann.