Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 144: Unna I (Nordrhein-Westfalen)
Hüppe, Hubert Wilhelm
CDU
5 Fragen beantwortet
 

Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.  Dieses Ehrenamt habe ich seit dem 01.01.2010 inne und führe es gerne und leidenschaftlich aus, auch wenn es mit sehr viel Arbeit verbunden ist.

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?

Das bedeutet mir sehr viel. Ich habe zu der Zeit, als ich Mitglied der Jungen Union war, regelmäßig gegen die Mauer demonstriert. Damals wurden wir noch als Ewiggestrige beschimpft, die sich mit der Realität nicht abfinden können.

Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?

Ich glaube, wir haben schon viel getan und können mit dem Ergebnis weitestgehend zufrieden sein. Dort wo es heute noch unterschiedliche Lebensverhältnisse gibt müssen wir daran arbeiten. Mir ist es aber auch wichtig, dass weiterhin die Geschichte der Teilung Deutschlands gerade jungen Menschen weitervermittelt wird.

Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?

Natürlich fände ich es gut, wenn auch die Kirchen sich mehr dem Nationalfeiertag am 3. Oktober widmen würden. Ich bin Vorsitzender der CDU im Kreis Unna und wir veranstalten jedes Jahr am 3. Oktober eine Festveranstaltung, die auch immer sehr gut besucht ist.

Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?
Ich bin überzeugter Christ, und wer meine politische Arbeit verfolgt weiß, dass ich für
christliche Werte kämpfe. Dies gilt insbesondere für den Schutz menschlichen Lebens von der Befruchtung bis zum natürlichen Tod.
Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?
Für mich ist es wichtig, dass wir die Opfer des Unrechtsregimes in der DDR nicht vergessen, und dass Unrecht auch beim Namen genannt wird. Dies gilt insbesondere für die Täter, die nach der Wiedervereinigung ohne Unterbrechung und Pause politisch tätig bleiben konnten.