Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

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Wahlkreis 118: Oberhausen – Wesel III (Nordrhein-Westfalen)
Groschek, Michael
SPD
5 Fragen beantwortet
 
Frage 1:
Wie bewerten Sie die Aussage: Deutschland hat aus der Geschichte heraus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel?

Natürlich hat Deutschland das. Die Greueltaten dürfen nicht vergessen werden. Die Vergangenheit muss angemessen aufgearbeitet werden und die nachfolgende Generation aufgeklärt werden, damit es sich nicht wiederholt.

Frage 2:
Deutschland hat sich aus der sogenannten „Durban II“-Konferenz im April 2009 in Genf zurückgezogen – aus Sorge heraus, dass diese Konferenz zum Beispiel von Irans Präsident Achmadinedschad zu antisemitischer Hetze missbraucht werden könnte. Wie beurteilen Sie die Entscheidung Deutschlands?

Die Aussagen Ahmadinedschads dürfen nicht geduldet werden.                      Hier hat nicht nur Deutschland die Verantwortung Stellung gegen Antisemitismus und Hetze zu beziehen. Trotzdem darf man die Auseinandersetzung mit
Politikern, die solch eine Meinung vertreten, nicht scheuen. Vielmehr muss man ganz klar Positionen klarmachen.

Frage 3:
Welche Maßnahmen ziehen Sie in Erwägung angesichts der potenziellen atomaren Bedrohung Israels durch den Iran und angesichts der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Irans ist?

Ich halte eine verhandelnde Lösung im Rahmen der Vereinten Nationen für sinnvoll, die Kooperationsanreize für den Iran bietet, aber auch Sanktionen nicht ausschließt.

Frage 4:
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?

Zentrales Ziel der SPD im Nahen Osten ist und bleibt eine Zwei-Staaten-Lösung. Mit einem Israel, das in Frieden, Sicherheit und in von seinen Nachbarn anerkanntenGrenzen lebt und einem lebensfähigen palästinensischen Staat, in dem die Menschen eine lebenswerte Zukunft haben.

Frage 5:
Zum Anliegen der Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Welche Erfahrungen haben Sie persönlich gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie – auch für das konkrete Engagement von Bürgern in Ihrem Wahlkreis?

Ich denke, dass viel über die heutige Jugend geschehen kann. Ein gutes Beispiel aus meinem Wahlkreis ist das Austauschprojekt „Multi“, das seit vielen Jahren Jugendliche aus Israel, Deutschland und anderen europäischen Staaten in Oberhausen und Europa zusammenbringt. Gerade persönliche Erfahrungen und Freundschaften können stabile Brücken schlagen.

 
 
 
 

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