Die moralische Verantwortung von uns Deutschen vor dem Hintergrund der Verbrechen des Nazi-Regimes muss in politische Verantwortung umgesetzt werden: Das Existenzrecht Israels ist für uns nicht verhandelbar und wir in der SPD verurteilen alle Bestrebungen, den Staat Israel in Frage zu stellen. Das bedeutet keine kritiklose Akzeptanz israelischen Regierungshandelns, sondern eine besondere Motivation, sich für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts einzusetzen.
Gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus muss auf allen Ebenen angegangen werden. Die Durban II-Konferenz wäre die Chance zu einem deutlichen, weltweiten Signal gewesen. Die Absage Deutschlands war die logische Konsequenz, um den Missbrauch dieser Bühne nicht zu unterstützen. Die Bemühungen um eine weltweite, eindeutige Strategie gegen Intoleranz dürfen dennoch nicht nachlassen.
Die Atompläne des Irans bedeuten eine Gefahr für den Frieden, nicht nur im Nahen Osten. Wenn der politische Druck nicht ausreicht, müssen wir weitere Sanktionen in Betracht ziehen, selbstverständlich international koordiniert
Deutschland muss die derzeitige Annäherung von Hamas und Fatah unterstützen, damit auf dem Verhandlungsweg eine friedliche Einigung erzielt werden kann. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dies leichter gesagt als getan ist. Grundvoraussetzungen sind ein Gewaltverzicht der Hamas und deren Anerkennung bestehender Verträge. Auch hier können nur gemeinsame Anstrengungen der Staatengemeinschaft erfolgreich sein.
Ich bin Mitglied im Verein „Gedenkstätten KZ Bisingen“ und engagiere mich politisch für alle Menschen, ungeachtet ihrer Herkunft und Religion. Unseren vier Kindern versuche ich, Toleranz und Aufgeschlossenheit vorzuleben und die Bedeutung von persönlicher Verantwortung und Rücksicht auf andere zu vermitteln. Dies bedeutet auch, dass Geschichte nicht einfach abgehakt wird. Zusätzlich gehe ich restriktiv und sofort gegen rechtsradikale Aktionen vor und unterstütze Initiativen gegen Rechts, insbesondere von Jugendlichen
Ergebnisse
der Befragungen