Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 192: Gotha – Ilm-Kreis (Thüringen)
Fuchs, Steffen
GRÜNE
5 Fragen beantwortet
 

Kreisverbände von Gotha und dem Ilm-Kreis

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?
Mit dem Fall der Mauer begann für mich eine neue Zeitrechnung, frei zu sein in jedem Sinne, frei zu reden, frei zu reisen und zu glauben. Demokratie endlich erlebbar gestalten, freie Wahlen keine Farce mehr. Die Deutsche Einheit ist ein großes Geschenk für uns alle. Sie mahnt aber auch zur Verantwortung des Einzelnen für die Allgemeinheit, der Starken für die Schwächeren. Die Einheit hat aber auch ihre Schattenseiten, auch diese dürfen nicht im Verborgenen bleiben.
Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?
Siehe zentrale Antwort der Bündnis 90 / Die Grünen
Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?
Der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist der Nationalfeiertag für alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig davon, ob sie einem religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis folgen oder nicht. Glaubensgemeinschaften sind wie andere zivilgesellschaftliche Gruppen eingeladen und aufgerufen, sich an diesem Tag mit ihren Anliegen und Vorstellungen einzubringen. Der 3. Oktober wird als Nationalfeiertag in jedem Jahr mit einem großen Festakt auf Bundesebene gefeiert, auch die christlichen Kirchen beteiligen sich mit einem ökumenischen Gottesdienst, der den Gedanken des Dankens, Feiern und Betens zum Ausdruck bringt. Das halte ich für eine gelungene und angemessene öffentliche Würdigung des Nationalfeiertags.
Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?
Die plurale, demokratische Gesellschaft speist sich aus Werten, die vielen unterschiedlichen Quellen entstammen. Auch BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind aus vielfältigen Wurzeln zusammengewachsen. Christinnen und Christen waren und sind an der Entwicklung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv beteiligt, ebenso Menschen jüdischen oder muslimischen Glaubens. Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch mit seiner Würde und seiner Freiheit. Grüne Politik ist dem Maßstab der Gerechtigkeit verpflichtet. Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der die Menschenrechte unteilbar und universell gültig sind und in der Selbstbestimmung in Verantwortung verwirklicht werden kann.
Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?
Siehe zentrale Antwort der Bündnis 90 / Die Grünen