Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

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Wahlkreis 72: Anhalt (Sachsen-Anhalt)
Faust, Dirk
FDP
5 Fragen beantwortet
 
Frage 1:
Wie bewerten Sie die Aussage: Deutschland hat aus der Geschichte heraus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel?

Als richtig. Wir haben in der Vergangenheit dem jüdischen Volk viel Leid zugefügt, deshalb sind gute Beziehungen und gemeinsame Bemühungen für den Frieden im Nahen Osten sehr wichtig.

Frage 2:
Deutschland hat sich aus der sogenannten „Durban II“-Konferenz im April 2009 in Genf zurückgezogen – aus Sorge heraus, dass diese Konferenz zum Beispiel von Irans Präsident Achmadinedschad zu antisemitischer Hetze missbraucht werden könnte. Wie beurteilen Sie die Entscheidung Deutschlands?

Ich halte es für einen Fehler, dem Iranischen Präsidenten diese Plattform einfach so zu überlassen. Wir sollten gemeinsam mit der internationalen Staatengemeinschaft dafür sorgen das solche Hetze der Vergangenheit angehört.

Gerade wir Deutschen können der Welt zeigen das wir aus der Geschichte gelernt haben und an friedlichen und freiheitlichen Beziehungen zu allen Völkern und Religionen interessiert sind.

Frage 3:
Welche Maßnahmen ziehen Sie in Erwägung angesichts der potenziellen atomaren Bedrohung Israels durch den Iran und angesichts der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Irans ist?

Die Proteste nach den Präsidentschaftswahlen haben gezeigt, das auch im Iran nicht alles stillschweigend hingenommen wird.

Wir müssen unsere Auffassung von Freiheit und Demokratie dorthin vermitteln. Wenn wir langfristige Erfolge anstreben ist vor allem Vertrauen und Gesprächsbereitschaft aller Beteiligten eine unbedingte Grundvoraussetzung. Abrüstungsinitiativen wie von uns gefordert (keine Atomwaffen mehr in Deutschland) können ein erster wichtiger Schritt sein.

Wirtschaftssanktionen haben in der Vergangenheit ehr das Gegenteil bewirkt.

Frage 4:
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?

Hier liegt viel Verantwortung bei den politischen Kräften in der gesamten Region. Es bedarf eines konstruktiven Gesprächsklimas, um den gemeinsamen Willen für Frieden zu demonstrieren.

Nur so wird es möglich sein der Hamas und anderen Organisationen den Nährboden im Volk zu entziehen.

Wir müssen hier vor allen als Vermittler und Moderator auftreten, und beide Seiten immer wieder an einen Tisch bringen.

Frage 5:
Zum Anliegen der Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Welche Erfahrungen haben Sie persönlich gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie – auch für das konkrete Engagement von Bürgern in Ihrem Wahlkreis?

Ich halte Städtepartnerschaften, Schüler-u.Studentenaustausch sowie Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung, für gute Ansätze um die Beziehungen unserer beiden Staaten zu verfestigen.

Auch sollte das Thema Israel in der Schule intensiv behandelt werden, um die geschichtlichen Aspekte bis hin zur aktuellen Entwicklung, den kommenden Generationen zu vermitteln.

 
 
 
 

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