Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

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Sonstige (Sonstige)
Familien-Partei Deutschlands
Sonstige
5 Fragen beantwortet
 

Hier handelt es sich um eine Stellungnahme der Kleinpartei "Familien-Partei Deutschlands"

http://www.familien-partei-deutschlands.de/cms/

 

Frage 1:
Wie bewerten Sie die Aussage: Deutschland hat aus der Geschichte heraus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel?

Die Bewohner beider Länder sind durch die Geschehnisse im Dritten Reich in besonderer Weise miteinander verknüpft. Dies sollten wir nicht vergessen. Wir sollten aber auch nicht vergessen, dass in der Geschichte fast aller europäischen Länder Juden eine besondere Stellung hatten und teilweise in schlimmster Weise verfolgt und misshandelt wurden.

Frage 2:
Deutschland hat sich aus der sogenannten „Durban II“-Konferenz im April 2009 in Genf zurückgezogen – aus Sorge heraus, dass diese Konferenz zum Beispiel von Irans Präsident Achmadinedschad zu antisemitischer Hetze missbraucht werden könnte. Wie beurteilen Sie die Entscheidung Deutschlands?

Die meisten, wenn nicht alle islamischen Staaten haben ein schwieriges Verhältnis zu Israel. Eine schnelle Lösung wird es nicht geben. Hetze gegen eine Religion oder gegen ein Volk ist zu verurteilen. Daher war Deutschlands Entscheidung mutig. In der Konsequenz sind solch mutige Entscheidungen auch in Bezug auf andere Länder wünschenswert (z.B. beim Einmarsch in für die USA strategisch wichtige Länder).

Frage 3:
Welche Maßnahmen ziehen Sie in Erwägung angesichts der potenziellen atomaren Bedrohung Israels durch den Iran und angesichts der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Irans ist?

Atomare Bedrohung ist eine der Menschen verachtendsten Formen von Kriegsandrohung. Die ersten Atombomben fielen durch „christliche“ Länder und auch die Atombombenversuche im Pazifik und anderswo werden nicht von muslimischen Staaten durch-geführt. Hier ist ein weltweites Umdenken erforderlich. Inwieweit Deutschland sich hier mit Israel (etwa durch ein Handelsembargo) einseitig solidarisieren sollte, kann ich schwer beurteilen. Eine klare Absage an Atomwaffen weltweit und ein solidarisches Handeln aller Staaten wäre meiner Ansicht nach die umfassendste Lösung.

Frage 4:
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?

Die Palästinenser haben seit Ende des zweiten Weltkrieges ihre Heimat verloren. Viele von ihnen sind in Flüchtlingslagern groß geworden und haben fast nur Armut, Gewalt, Zerstörung und Hass erlebt. Ich glaube nicht, dass man mit Gewalt Frieden schaffen kann. Hass lässt sich nicht mit Hass überwinden. Ich weiß auch, dass viele Bewohner Israels Leid, Zerstörung und Tod erlebt haben. Es kann gut sein, dass ich auch nur hassen würde, wenn ich Ähnliches erlebt hätte. Trotzdem glaube ich, dass nur die Friedliebenden auf beiden Seiten eine Änderung der Verhältnisse herbei führen können. Beide Seiten müssen leben können!

Frage 5:
Zum Anliegen der Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Welche Erfahrungen haben Sie persönlich gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie – auch für das konkrete Engagement von Bürgern in Ihrem Wahlkreis?

Mein früherer Chef reist jedes Jahr mehrmals mit Gruppen nach Israel. Leider hatte ich dazu bisher keine Gelegenheit. Er hat aber viel von seinen Begegnungen sowohl mit Israelis und mit Palästinensern erzählt. Ein Buch von einer christlichen Palästinenserin habe ich intensiv gelesen. Wie so oft im Leben ist der direkte Kontakt immer der aufschlussreichste. Versöhnung ist ein langer Prozess. Das besondere Verhältnis der beiden Staaten Israel und Deutschland ist meiner Ansicht nach auch besondere Verpflichtung in Bezug auf die Lösung des Konfliktes Israel und Palästina. Es geht darum, in jedem Menschen Gottes Ebenbild zu sehen.

 

Antworten von: Dagmar Feldmann (Bundesmitgliederbetreuung und Bundesgeschäftsführung)

 
 
 
 

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