Die Aussage trifft voll und ganz zu und schließt eine Mitverantwortung für das Fortkommen des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses ein.
Die Entscheidung war sehr unglücklich und dem Ergebnis der Konferenz überaus abträglich. Sie hat dem Antirassismus einen Bärendienst erwiesen. Außerdem wäre es angemessen gewesen, den Auffassungen des iranischen Präsidenten auf der Konferenz offen entgegenzutreten, statt die Konferenz durch den Rückzug insgesamt zu entwerten.
Jahrzehnte der harten politischen, wirtschaftlichen und diplomatischen
Konfrontation mit dem iranischen Regime, scharfe Sanktionen bis hin zum
Abbruch nahezu jeglicher Kooperation insbesondere durch die US-
amerikanische Außenpolitik haben nicht dazu geführt, die Lage im Nahen
Osten zu entspannen. Insbesondere haben sie auch nicht dazu beigetragen,
dem Staat Israel wirklichen Frieden und der so notwendigen Sicherheit
näher zu bringen. Es ist das Verdienst des neuen US-Präsidenten, Barack
Obama, dies nicht nur erkannt zu haben, sondern beachtlich schnell das
Steuer herumgelegt und eine neue Politik gegenüber dem Iran begründet zu
haben, eine Politik des Dialogs, eine Politik die ohne Aufgabe von
Prinzipien und ohne Verzicht in der Sache nicht auf strenge
Konfrontation, sondern auf Verständigung setzt. Diese Politik hat erste
Erfolge gezeigt, Gesprächsbereitschaft auf der iranischen Seite bewirkt,
und begründete Hoffnungen hervorgerufen, auf dem richtigen, Erfolg
bringenden Weg zu sein. Diesen Kurs hält DIE LINKE für Ziel führend,
erfolgversprechend und unterstützenswert.
Um Sicherheit und Frieden im Nahen Osten zu erreichen, ist die aktive Beteiligung aller politischen Kräfte und der Zivilgesellschaft in den beteiligten Ländern von Nöten. DIE LINKE tritt deshalb für die Einbeziehung der Hamas in politische Gespräche und die Aufhebung ihres Boykotts ein. Bei der Verhandlung mit der Hamas muss sich dafür eingesetzt werden, dass aus deren Charta die Punkte gestrichen werden, die das Existenzrecht Israels bestreiten bzw. in Zweifel ziehen.
Reisen (auch in die besetzten Gebiete) bildet und fördert das gegenseitige Verständnis ungemein. In jedem Fall sollten gemeinsame Gespräche mit Menschen aus Israel und Palästina gesucht und geführt werden - und dies auch in Deutschland.
Ergebnisse
der Befragungen