Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 42: Stadt Hannover II (Niedersachsen)
Döring, Patrick
FDP
5 Fragen beantwortet
 

Generalsekräter der FDP

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?
Der Fall der Mauer war die Initialzündung, dass ich mich als Jugendlicher für Politik zu
interessieren begann. Diese friedliche Revolution für Demokratie und Meinungsfreiheit hat mir imponiert. Ich entschied mich dann 1991 für Engagement in der FDP. Aus Verantwortung für die Freiheit und die soziale Marktwirtschaft.
Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?
Erinnerung und weitere Aufarbeitung des Unrechts in der DDR, Angleichung des Rentenrechts, wirtschaftliche Angleichung der Lebensverhältnisse. Dafür stehen die Liberalen im besonderen. Und diesen weg werden wir weiter gehen.
Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?
Ich kann mich damit anfreunden, dass der Tag der Deutschen Einheit in möglichst vielen Städten und Gemeinden in Ost und West feierlicher begangen wird als derzeit. Ein zentraler Festakt muss staatlicherseits sein. Alle übrigen Veranstaltungen sollten als Bürgerbewegung initiiert werden. Zur Erinnerung an die historische Leistung der Bürger der früheren DDR.
Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?
Die allermeisten Bürger unseres Landes, auch jene, die nicht christlichen Glaubens sind, spüren, dass die Werte der Nächstenliebe, der Versöhnung, des Friedens und der Würde des Menschen in unserer Gesellschaft von allen geschätzt und gelebt werden. In einer weltweit vernetzten und international Handel treibenden Gesellschaft wird die Sonntagsruhe von jedem anders organisiert.
Der Schutz der Ehe und der moderne Familienbegriff schließen sich nicht aus sondern ergänzen sich.
Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?

Wir brauchen auch bald 25 Jahre nach dem Fall der Mauer weiter eine Kultur der Aufarbeitung und der Erinnerung an die Verbrechen der DDR und der Staatssicherheit. Und das Bewusstsein, dass in einer unfreien Gesellschaft Gerechtigkeit unmöglich ist.