Dieser Aussage ist uneingeschränkt zuzustimmen. Deutschland behält diese Verantwortung auch in der Zukunft, unabhängig davon wie lange der Holocaust zurückliegt.
Diese Entscheidung war richtig. Es kann nicht ohne Folgen bleiben, wenn auf der internationalen Ebene gegen Israel gehetzt und das Existenzrecht Israels in Frage gestellt wird.
Deutschland kommt als Handelspartner des Iran eine wichtige Rolle zu, die einerseits eine klare Position erfordert (vgl. Frage 2), andererseits aber auch den Gesprächsfaden auf der Arbeitsebene mit dem Iran nicht abreißen lassen darf. Die Hetze des iranischen Präsidenten steht nicht stellvertretend für die Haltung seines Staatsvolkes. Hier kann Deutschland unter dem Stichwort „Wandel durch Handel“ de-eskalierend wirken.
Die gemäßigten Kräfte in der Hamas müssen systematisch gestärkt werden. Auch wenn die Hamas einen terroristischen Hintergrund hat, ist sie doch die gewählte Regierung des Palästinenserstaates. Wenn es eine Zwei-Staaten-Lösung geben soll, geht das nur unter Einbeziehung der gemäßigten Hamas in einen (selbstredend gewaltfreien) Dialog zwischen Israel und den Palästinensern.
Ich erinnere mich an ein Projekt der Kolpingjugend in meiner Heimatstadt in dem 1980er Jahren unter dem Titel „Tiengen-Basel-Israel“, das ausgehend von der Shoa Geschichte für junge Leute erlebbar machte und lehrreich war. Der Besuch in Israel und die Einladung an frühere Tiengener, die infolge des Terrors der NS-Zeit ins Ausland geflohen waren, aber gleichwohl nach gut 50 Jahren den Mut hatten, ihre alte Heimat zu besuchen, war ein prägendes Erlebnis für alle Teilnehmer.
Ergebnisse
der Befragungen