Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 100: Rheinisch-Bergischer Kreis (Nordrhein-Westfalen)
Bosbach, Wolfgang
CDU
5 Fragen beantwortet
 


  • seit November 2009 Vorsitzender des Innenausschusses
  • Mitglied des Innenausschusses
  • stv. Mitglied des Rechtsausschusses
  • stv. Mitglied des Richterwahlausschusses

  • Frage 1:
    Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?

    Nicht nur die Bestätigung des Satzes „Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist!“ (Victor Hugo) sondern auch, dass man politische Ziele, von deren Richtigkeit man zutiefst überzeugt ist, niemals aufgeben sollte. Und dass die Kraft der Freiheit stärker ist als jede Unterdrückungsmaschinerie.

    Frage 2:
    Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?

    Die wichtigste Aufgabe ist die Überwindung des Ost-West-, des Ossi-Wessi-Denkens. Was soll das, nach 23 Jahren?

    Frage 3:
    Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?

    Wenn wir alle verinnerlichen würden, dass dieser Tag nicht in erster Linie ein Tag der höchsten Repräsentanten unseres Staates ist, sondern ein Tag der Freude für alle Menschen, alle gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen, dann würde der 3. Oktober in der Tat aufgewertet. Und wenn sich dann auch noch die christlichen Kirchen mit ihren Ideen und Vorstellungen entsprechend einbringen, wird sich der Blick auf diesen Tag vom Staatsakt lösen und auf die Fläche ausdehnen.

    Frage 4:
    Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?

    Wenn nicht wir Christen für diese Werte streiten und sie glaubhaft leben, wer wird es dann tun? Aber ich bin sicher, dass man für diese Werte auch solche Menschen begeistern kann, die nicht oder noch nicht einer christlichen Glaubensgemeinschaft angehören.

    Frage 5:
    Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?

    Kommt noch!