Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 124: Steinfurt I – Borken I (Nordrhein-Westfalen)
Arndt-Brauer, Ingrid
SPD
5 Fragen beantwortet
 
Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?

Ich habe Verwandt aus Ostberlin kennen lernen können, habe Freundinnen aus Brandenburg und Schsen gefunden und wohne im Berliner Ostbezirk Lichtenberg.

Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?

Wir müssen uns intensiver mit unserer Geschichte zwischen 1945 und 1989 beschäftigen – erst dadurch werden immer noch bestehende Unterschiede verständlich.

Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?
Ich denke, hier sollten die örtlichen Bundestagsabgeordneten stärker in die Pflicht genommen werden.
Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?
Die jüdisch-christlichen Werte spielen eine große Rolle, müssen aber mit „Toleranz“ ergänzt werden, um eine multikulturelle Gesellschaft zu ermöglichen
Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?

„Verzeihen“ kann nur jeder für sich persönlich – das hängt meiner Meinung nach nicht an Jubiläen, sondern an der Summe täglicher Erfahrungen. zeit heilt leider nicht immer alle Wunden.