Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 182: Frankfurt am Main I (Hessen)
Amann, Gregor
SPD
5 Fragen beantwortet
 
Frage 1:
Wie bewerten Sie die Aussage: Deutschland hat aus der Geschichte heraus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel?

Deutschland hat insbesondere vor dem Hintergrund des Holocaust gegenüber Israel eine besondere Verantwortung. Das Existenzrecht Israels ist für mich nicht verhandelbar. Ich verurteile entschieden alle Bestrebungen, den Staat Israel in Frage zu stellen


Eine friedliche Regelung des Nahostkonflikts ist die beste Sicherheitsgarantie für Israel. Ich trete deshalb mit Nachdruck für einen Frieden im Nahen Osten auf Grundlage einer Zweistaatenlösung ein.

Frage 2:
Deutschland hat sich aus der sogenannten „Durban II“-Konferenz im April 2009 in Genf zurückgezogen – aus Sorge heraus, dass diese Konferenz zum Beispiel von Irans Präsident Achmadinedschad zu antisemitischer Hetze missbraucht werden könnte. Wie beurteilen Sie die Entscheidung Deutschlands?

Die Absage der Bundesrepublik Deutschland war vollkommen richtig. Das Anliegen, Rassismus und Antisemitismus zu bekämpfen, findet unabhängig von der Absage selbstverständlich meine volle Unterstützung.

Frage 3:
Welche Maßnahmen ziehen Sie in Erwägung angesichts der potenziellen atomaren Bedrohung Israels durch den Iran und angesichts der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Irans ist?

Unabhängig davon, dass Deutschland neben Frankreich und Italien zu den wichtigen Handelspartnern des Iran gehört, ist es das strategische Ziel unserer auch international koordinierten Politik zu verhindern, dass der Iran Kernwaffenstaat wird. Für den Fall, dass der Iran die ihm vom Sicherheitsrat der UNO gegebene Frist  zur Kooperation nicht nutzt, werden weitere Sanktionen ins Auge gefasst werden müssen.

Frage 4:
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?

Die Hamas ist eine menschenverachtende Terrororganisation. Solange sie grundlegende Anforderungen wie die Anerkennung des Existenzrechts Israels, der Verzicht auf Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung und das Bekenntnis zu den bestehenden Abkommen nicht erfüllt, ist ein Dialog mit ihr m.E. weder möglich noch sinnvoll.

Ich unterstütze die Bemühungen der Bundesregierung, die  regionalen Partner davon zu überzeugen,  mäßigend auf die Hamas einzuwirken. Hierbei wird es u.a. auch darauf ankommen, Syrien mehr als bisher in diesen Prozess einzubeziehen.

Frage 5:
Zum Anliegen der Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Welche Erfahrungen haben Sie persönlich gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie – auch für das konkrete Engagement von Bürgern in Ihrem Wahlkreis?

In meinem Wahlkreis, Frankfurt am Main, gibt es eine der größten jüdischen Gemeinden in Deutschland. Dementsprechend intensiv und auch sehr persönlich sind die Beziehungen zu Israel.

Ich unterstütze alle Aktivitäten, welche die deutsch-israelischen Beziehungen fördern, angefangen mit Schüleraustauchen bis hin zu privaten Reisen.

 
 
 
 

Ergebnisse

der Befragungen