Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 19: Hamburg-Altona (Hamburg)
Aken van, Jan Paul
DIE LINKE
5 Fragen beantwortet
 

Mitglied im Auswärtigen Ausschus und im Ausschuss für Abrüstung.

Frage 1:
Was bedeutet für Sie persönlich der Fall der Mauer vor fast 25 Jahren – und was die Deutsche Einheit?

Für die Millionen Menschen in der DDR und dem gesamten Osten Europas habe ich mich darüber gefreut, dass ihre Unfreiheit und Isolation endlich aufhörte und dass es dabei weitgehend friedlich geblieben ist. Für mich persönlich (und Milliarden andere) war dar das Ende des Kalten Krieges und der damit einhergehenden Bedrohung der menschlichen Existenz überhaupt ein echter Grund zu feiern – auch wenn immer noch viel zu tun ist, auch bei den Atomwaffen in Europa.

Frage 2:
Welche Aufgaben im Zusammenwachsen der Menschen von Ost und West liegen weiterhin vor uns – und wie wollen Sie sie in Ihrer politischen Verantwortung verwirklichen?

Es ist heute überhaupt nicht mehr hinnehmbar, dass Menschen ist Ostdeutschland in vielen Bereichen immer noch deutlich schlechter gestellt sind. Wir als LINKE wollen endlich gleichen Lohn in Ost und West und natürlich auch die gleiche Rente in Ost und West. Wenn heute eine Sechzehnjährige in Dresden anfängt zu arbeiten wird sie später im Alter noch weniger Rente bekommen als ihr Altersgenosse aus Köln – das hat mit der DDR überhaupt nichts zu tun und ist einfach nur ungerecht.

Frage 3:
Wie können Sie sich eine Aufwertung des Nationalfeiertags am 3. Oktober vorstellen? Wie stehen Sie zu dem Anliegen, den 3. Oktober als einen Tag unter dem Motto "Danken Feiern Beten" als öffentliche Veranstaltung unter Beteiligung der christlichen Kirchen in möglichst vielen Orten zu begehen?

Aus Sicht der LINKEN bedarf es keiner Aufwertung des 3. Oktober. Der Tag wird schon jetzt gebührend gewürdigt, zumal es sich beim 3. Oktober zwar formal um den Tag der deutschdeutschen Vereinigung handelt, er aber bis heute ein Tag ohne Ausstrahlung ist. Der Grund hierfür liegt sicher auch darin, dass der 3. Oktober nichts von der demokratischen Bewegung in der DDR 1989 und 1990 beinhaltet. Der 18. März als Tag der ersten freien Wahlen in der DDR 1990 und auch als Tag der Märzrevolution von 1848 hätte weitaus mehr Potenzial gehabt, die nicht sehr reich gesäten Tage demokratischer Bewegungen in Deutschland zu repräsentieren. Als Anhänger einen strikten Trennung von Staat und Kirchen ist DIE LINKE gegen eine stärkere Beteiligung der Kirchen an einem solchen politischen Feiertag, zumal die Beschränkung auf die christlichen Kirchen von der LINKEN ohnehin abgelehnt wird, würden doch damit z.B. Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens in Deutschland ausgeschlossen.

Frage 4:
Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach für die Politik die jüdisch-christlichen Werte – wie Nächstenliebe, Frieden, Versöhnung, Sonntagsruhe, Würde jeder menschlichen Person am Lebensanfang und am Lebensende, Ehe und Familie, usw. – im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft?

Siehe zentrale Antwort der Partei auf dieser Homepage.

Frage 5:
Brauchen wir neben einer Kultur des Gedenkens auch eine Kultur des Verzeihens, der Versöhnung und die Überwindung des Schweigens für Opfer und Täter nach dem Ende der DDR? Wie stehen Sie dazu im Hinblick auf die 25-Jahr-Feiern am 09. November 2014 und 03. Oktober 2015? Was sollte bis dahin geschehen und wie sollten diese Jubiläen dazu beitragen?

Siehe zentrale Antwort der Partei auf dieser Homepage.